Sollten Autos aus der Stadt verbannt werden?

Wem gehört der städtische Lebensraum? Eine schnelle Antwort, die viele unterstützen würden, ist sicher: den Menschen. Doch vor allem im Bereich der Mobilität sind Autos auch 2019 noch immer das wichtigste Fortbewegungsmittel in Deutschland. Und das auch im städtischen Bereich. Dementsprechend beanspruchen Autos auch einen erheblichen Teil des eigentlich dem Menschen zustehenden Lebensraumes. Einfach, weil sie auf Straßen fahren, auf Parkplätzen stehen und in Garagen unterkommen müssen. Blickt man auf die tägliche Nutzung, verbrauchen Autos und mit ihnen die komplette Mobilität den meisten Platz in den Städten. Doch welche Alternativen gibt es wirklich?

Alles unter der Erde?

Einen ersten Denkanstoß lieferte der Tech-Visionär Elon Musk schon vor einigen Jahren. Er ist nicht nur der Kopf hinter dem Weltraumunternehmen SpaceX und dem Elektro-Pionier Tesla, sondern auch Geschäftsführer der „Boring Company“. Diese machte in den vergangenen Jahren zwar vor allem mit Flammenwerfern für den Heimgebrauch (!) von sich reden, steht aber eigentlich für die Hyperloop-Technologie. Also unter Druck stehenden Röhren unter der Erde. In diesen könnten eigene Fähren mit bisher unerreichten Geschwindigkeiten die Menschen miteinander verbinden. Denkt man diese Idee weiter, könnten Städte auch den Autoverkehr in Tunnel und Röhren unter den Städten auslagern und Plätze, Geschäfte und andere Einrichtungen per Lift mit dem Netzwerk verbinden.

Mobilität muss Umweltschutz bedeuten

Zugegeben, diese Vision ist vor allem für Autonarren eine schlechte Nachricht. Immerhin bedeutet sie, dass unsere dicken Boliden mit den blubbernden Motoren in Zukunft nicht mehr an den Eisdielen dieser Nation vorbeigondeln könnten. Aber natürlich ist allen klar, dass auch unsere Kinder eine Welt vorfinden müssen, die ihnen nicht nur Luft zum Atmen bietet, sondern einen lebenswerten Lebensraum. Und seien wir mal ehrlich, ein Roadtrip mit Freunden oder Familie ins Grüne scheitert nicht am verbauten Motor. Vielmehr daran, dass irgendwann aus dem Grün unserer Welt ein sattes Graubraun geworden ist. Und das wollen auch wir nicht.